EWS Schönau: Das Vorbild zur Gründung der Ahrtalwerke

Wolfgang Schlagwein und Dr.Michael Sladek bei einem Eurosolar-Symposium in Berlin

Die Reaktorkatastrophe in Tschernobyl 1985 setzte ein Signal für den Aufbruch in eine andere Energieversorgung. In Schönau (Schwarzwald) schlossen sich Menschen zusammen, um das örtliche Stromnetz und damit ihre Stromversorgung in die eigenen Hände zu nehmen.

Für junge Eltern wie das Ehepaar Ursula und Dr. Michael Sladek waren Warnungen, ihre Kinder wegen einer radioaktiven Wolke vorerst besser nicht draußen spielen zu lassen, der Anlass, sich auf den langen Weg zur eigenen Energiegenossenschaft zu machen.

Für mich wiederum war Schönau das Vorbild, 1989 als junges Stadtrats- und Kreistagsmitglied die damals im Kreis Ahrweiler auslaufenden Strom-Konzessionsverträge nicht mehr mit RWE zu verlängern, sondern wie in Schönau eigene Stadtwerke zu gründen. 1989/90 scheiterte die Initiative noch, aber 20 Jahre später kam der Durchbruch. Gemeinsam mit den Stadtwerken Schwäbisch-Hall, die auch in Schönau „Entwicklungshilfe“gleistet hatten, wurden in Bad Neuenahr-Ahrweiler die Ahrtalwerke gegründet. Heute nur 8 Jahre nach der Gründung, können wir uns mit den Ahrtalwerken auch neben dem großen Vorbild Schönau wirklich sehen lassen!

https://www.ews-schoenau.de/

Energie in Bürgerhand

2. Teil zur Serie „Grundlagen der Energiewende“

Erneuerbare Energien demokratisieren die Energieversorgung. Immer mehr Bürgerinnen und Bürger nehmen ihre Energieversorgung in die eigenen Hände. Mit dieser Entwicklung erfährt auch ein altbewährtes Modell der organisierten Selbsthilfe eine Renaissance: die Genossenschaft. In den letzten Jahren hat diese Organisationsform einen enormen Aufschwung genommen. Die nachfolgende Grafik (Registereintragungen von Energiegenossenschaften seit 1993) zeigt die Dynamik der Entwicklung: Weiterlesen

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