Neue Wege der Flüchtlingsunterbringung

Auf Einladung der flüchtlingspolitischen Sprecherin der GRÜNEN Landtagsfraktion, Anne Spiegel, und des baupolitischen Sprechers, Wolfgang Schlagwein, haben VertreterInnen zahlreicher Flüchtlingsverbände und Kommunen über das Thema Flüchtlingsunterbringung diskutiert. Einen Impuls gab die Referentin Marion Schmitz-Stadtfeld von der Nassauischen Heimstätte mit dem innovativen Konzept der „Integrierten Flüchtlingsansiedlung“ (IFA).

Dazu Anne Spiegel:

„Überall sehen wir, dass es neuer Wege in der Flüchtlingspolitik bedarf – gestern wurde uns ein solcher für die Unterbringung von Flüchtlingen aufgezeigt: Das Konzept greift die Herausforderungen der Kommunen auf und bietet kreative Lösungen, die den Gedanken der Teilhabe in den Mittelpunkt stellen. Für uns ist klar, dass die Ansiedlung von Flüchtlingen über die reine Unterbringung hinausgehen muss und dabei wollen wir den Kommunen den Rücken stärken.“

 Bei der „Integrierten Flüchtlingsansiedlung“ bietet man zunächst den beteiligten Kommunen  verschiedene Typen von sogenannten „Homies“ an. Das sind kostengünstige Gebäude, die in Modulbauweise errichtetet werden. Diese Gebäude können innerhalb von drei Monaten bereitgestellt werden. Wichtig ist dabei, dass die Errichtung eines Wohnraums so flexibel ist, dass man auf die unterschiedlichen örtlichen und sozialen Belange Rücksicht nehmen kann.

Wolfgang Schlagwein ergänzt:

Grüne Woche Rechhof„Wir sind froh über das Konzept, weil es unsere Forderung aufgreift, nicht nur über die reinen Baumaßnahmen nachzudenken. Neben einer modernen wie finanzierbaren Unterbringung kommt es darauf an, die Flüchtlinge in die nachbarschaftlichen Beziehungen einzubinden und als Bereicherung auch der weiteren Entwicklung der Wohnquartiere zu verstehen. Das Konzept bezieht ausdrücklich die lokalen Initiativen ein und beteiligt die örtlichen Akteure, etwa der Wohnungswirtschaft. In der Städtebauförderung hat sich bewährt, über den Tellerrand der Zuständigkeitsgrenzen hinweg integrierte Lösungen zu finden. Jetzt liegt es an den rheinland-pfälzischen Kommunen, ob sie sich diesem Konzept öffnen.“

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