Josefstag – Ausbildung braucht Perspektive – Ein Bericht

Ein weiterer Diskussionspunkt sind Sprachkurse. Offenbar funktionieren die diesen Jugendlichen angebotenen Kurse gut, da sich alle gut artikulieren und angstfrei sprechen können. Trotzdem ist die Sprache ein Problem. Behördengänge und Ähnliches – gerade nach der Ankunft wichtig – sind ohne Hilfe nicht möglich. Das Wort ‚Patenschaften‘ vermiede ich, da es bei uns auch „Schlaglochpatenschaften“ gibt, aber das Prinzip ist: wer hier ankommt muss jemanden zur Seite gestellt bekommen, der bei Alltäglichem helfen kann. Integration muss demnach wörtlich verstanden werden:

  1. Unterbringung unter Einheimischen. Nicht verstecken, sondern verteilen: das ist gut für beide Seiten. Soziale Kontakte fördern, Sprachkenntnisse verbessern, Austausch auch real stattfinden lassen.
  2. Flüchtlinge als Untermieter aufnehmen: die Rhein-Zeitung berichtet, dass Flüchtlinge aktuell in Zelten untergebracht werden.
  3. Vereine und Verbände für Flüchtlinge öffnen – soziale Integration fördern. Beispielsweise ist einer der Jugendlichen Profifussballer, darf hier aber nicht spielen, weil die Satzung des Vereins es nicht erlaubt.

Ganz so einfach ist das aber nicht: Asylbegehrende haben derzeit praktisch keine Chance, an den zertifizierten Sprach- und Integrationskursen des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge teilzunehmen. Deshalb fördern die Landesregierung wie jetzt auch der Landkreis Ahrweiler zusätzliche niederschwellige Sprachkurse.

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