Haus um Haus – Abrissbirne verändert nicht nur das Gesicht der Stadt

In Bad Neuenahr sorgt der fortlaufende Abriss von Häusern für Gesprächsstoff

Oft handelt es sich um Gebäude, die das Gesicht des Heilbades über Jahrzehnte prägen. Aber die Grünen im Stadtrat schauen nicht nur auf die Fassaden. Mit ihrem Prüfauftrag an die Stadtverwaltung vom Februar 2012 wollen sie die Aufmerksamkeit auch auf die Veränderungen hinter den Fassaden lenken. „Ein anhaltender Abbruch von Bestandsgebäuden und anschließender Neubau von Eigentumswohnungen im hohen Preissegment wird auf Dauer den Charakter der betroffenen Quartiere und die Zusammensetzung der Wohnbevölkerung verändern“, hatte Wolfgang Schlagwein in dem damaligen Antrag seiner Fraktion die Befürchtungen umrissen. Nach 2 Jahren hat die Stadtverwaltung nun Datenerhebungen für mehrere „Verdachtsgebiete“ im Stadtteil Bad Neuenahr vorgelegt. Dazu der Redebeitrag von Wolfgang Schlagwein in der Ratssitzung vom 9. Februar 2015 im Wortlaut.

Am Ende fand der Antrag der Grünen eine einstimmige Mehrheit, die Ergebnisse zunächst zur Kenntnis zu nehmen. Der Beschlußvorschlag der Verwaltung hatte gelautet, keine Erhaltungssatzung zu beschließen. So weit wollten die Grünen ohne intensivere Beratung der Daten aber nicht gehen. Am Ende fand der Grünen-Vorschlag eine einstimmige Mehrheit, die Erhebung zur Kenntnis zu nehmen und in den Fraktionen weitergehend zu beraten.

Den zugrunde liegenden Antrag der Grünen vom Februar 2012  finden Sie hier: http://gruene-aw.de/wp-content/uploads/Schreiben-an-Bürgermeister-Orthen.pdf

Hier finden Sie den Redebeitrag

One thought on “Haus um Haus – Abrissbirne verändert nicht nur das Gesicht der Stadt”

  1. Wenn die Stadt keine Erhaltungssatzung beschließt, ist ja klar, dass sie das Kur und -Heilbar abschaffen will.Jetzt ist die Meinung der Bürger gefragt, z.B. über eine Volksabstimmung oder einen Bürgerentscheid, es sei denn die im Stadtrat sich uneinigen Parteien oder die auch innerhalb einer Partei uneinig sind,diese Kräfte schließen sich über Parteigrenzen hinaus zusammen und bilden einen Konsens in der Sache. Mal sehen, was dann passiert.
    Charlotte Suttrop-Puchstein

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