Verkehrswende? Weniger Stellplätze in Bad Neuenahr-Ahrweiler?

Läßt diese Meldung aus dem Rathaus hoffen?

„Parplätze am Mehrgenerationenhaus (Weststraße) und Niedertor wegen Markierungsarbeiten gesperrt … Wegen Neumarkierung der Parkplätze am Mehrgenerationenhaus (Weststraße) in Bad Neuenahr sowie am Niedertor in Ahrweiler ist es notwendig, diese für den Verkehr voll zu sperren.“

Leider Nein.  Ein Teil der Meldung feht noch: „Zukünftig größere Stellplätze“

Damit auch die Schwächsten dieser Gesellschaft noch ein Parkplätzchen finden…

https://www.facebook.com/NeuesausBadNeuenahrAhrweiler/posts/559845317785854?__tn__=H-R&eid=ARAlQv3cZWB9b69Ti6PS38G51E0TTq1co3JhH02fdo7k8vlf_TH_rAvkyXvdnNOzWI8sEf2by6yCgjym&__xts__[0]=68.ARBu111fP1RTixTogoU0yDPfvNoW2lC6rg8COch47qDZK-WzxhnMyI4GhJ83OxodALx3WQLiz-xJ9KkZdKTxoTnjsNog5rUdVk1yY0KQiTFKjMby52X_zya1kxjYc5NKRH8MckVOhD-lqNIfxhmZdciR71yh6s2eFUozkJWjvrISga11GIQvato9UY1L6R3Ix_TujjhvP6KaT0xe-Mq0

Neue Buswartehalle am Mehrgenerationenhaus

Das neue Bus-Verkehrskonzept für den Kreis Ahrweiler bietet seit Ende der Sommerferien erstmals auch für das Mehrgenerationenhaus in Bad Neuenahr eine direkten Busverbindung direkt vor der Haustür. Damit gleich von Anfang auch ein Wetterschutz für die wartenden Fahrgäste vorhanden ist, hatten Bündnis90/Die Grünen in den Haushaltsberatungen für 2018 eine Buswartehalle erfolgreich beantragt, die im Entwurf des städtischen Haushalts zunächst nicht vorgesehen waren. Nachdem Fraktionssprecher Wolfgang Schlagwein im September noch einmal nach dem Stand der Dinge gefragt hatte, ist das Wartehäuschen nun im Oktober errichtet worden.

#AuToTal – Keine Wahl? Verkehrspolitik in der Sackgasse

Ein über 20 Meter langes Banner #AuToTal – Keine Wahl? entrollten B‘90/Die Grünen  um 11 Uhr 55  („Fünf vor Zwölf“) auf der Landskrone anlässlich der Verkehrsfreigabe der B266 neu.

Ortsverein und Stadtratsfraktion  veröffentlichen dazu gemeinsam folgende Presseerklärung:

So geht es nicht weiter. Die bundesweit immer offenbarer werdenden, gesundheits-, umwelt- und klimaschädlichen Auswirkungen des Verkehrs machen auch vor Bad Neuenahr-Ahrweiler nicht Halt. Wenn der  Deutsche  Wetterdienst selbst im Heilbad „deutlich überhöhte Stickoxid-Werte“ amtlich belegt, zeigt dies: die Verkehrspolitik auch in der Kreisstadt ist in eine Sackgasse geraten, aus der die vierspurige B266 nicht herausführt.

Aufziehen des Banners – ein schönes Stück Arbeit

Zu den Belastungen durch Abgase und Lärm gesellt sich der ungebremste Flächen verbrauch für Straßen und Stellplätze. Flächen, die wir eigentlich dringend für Wohnraum brauchen. Oder für den notwendigen Hochwasserschutz, für den aber „im Tal nur noch wenig Platz ist“, wie es jüngst ein Ingenieur im Rahmen der Bürgerbeteiligung zum Hochwasserschutzkonzept treffend formulierte. Doch weiterhin kommen in Bad Neuenahr-Ahrweiler statistisch auf jeden Neubürger auch 2 neue PKW-Zulassungen.

Noch weniger als die Energieriesen RWE & Co haben die deutschen Autokonzerne die Zeichen der Zeit erkannt. Angesichts des bundesweiten Abgasskandals, von Fahrverbote und um Längen verfehlter Klimaschutzziele der Bundesregierung fordern Bündnis 90/ Die Grünen  ein radikales Umdenken auch in der Verkehrspolitik vor Ort hin zu alternativen Mobilitätangeboten. Die Warnungen des Weltklimabeirates Anfang der Woche dürfen am Ende der Woche nicht im Knallen der Sektkorken zur Eröffnung der B266 ungehört untergehen. Eine dritte „Nordumgehung“ im Ahrtal wird es nicht mehr geben.

Die Modernisierung der Ahrtalbahn, mit barrierefreien Haltepunkten über die Reaktivierung von stillgelegten Gleisen bis hin zur Elektrifizierung muss absolute Priorität bekommen. Das neue Busverkehrskonzept ist ein Anfang und verdient Unterstützung, allen Anlaufschwierigkeiten zum Trotz. Car-Sharing ist andernorts längst eine bewährte Alternative. Der Fahrradverkehr darf nicht, wie jüngst wieder im Zuge der neuen (Auto)-„Stadteinfahrt Ost“ von einer Ratsmehrheit entschieden, an den Rand gedrängt werden.

Neues Busangebot im Kreis Ahrweiler

Zur Neuordnung der öffentlichen Busverkehre am 1. Juli erklärt Wolfgang Schlagwein, Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen im Kreistag Ahrweiler:

Die anstehende Neuordnung der öffentlichen Busverkehre zum 1. Juli ist lange überfällig. Wir fordern seit Jahren eine proaktive Planung durch den Landkreis als Aufgabenträger. So stellte im Dezember 2008 auf unseren Antrag hin der Kreistag in den Haushaltsberatungen 60.000 € für eine Nahverkehrsplan bereit.

Der Antrag wurde allerdings über Jahre nicht umgesetzt.

Erst das ÖPNV-Konzept des Landes … und wegbrechende Einnahmen … brachten die notwendige Bewegung.

Zu sehr scheute der Kreis Vorgaben wenigstens für eine Grundversorgung gerade im ländlichen Raum und letztlich damit verbundene öffentliche Ausschreibungen.

Erst das ÖPNV-Konzept des Landes für das nördliche Rhein-Land-Pfalz und vor allem die rückläufigen Schülerzahlen und damit wegbrechenden Einnahmen der Busunternehmen brachten die notwendige Bewegung. Weiterlesen

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