Am Anfang der Grünen stand Europa

Christoph Scheuer, Sprecher des Ahrweiler Kreisverbandes von Bündnis 90/Die Grünen und Wolfgang Schlagwein, Sprecher der Grünen im Kreistag Ahrweiler, erinnern an die Gründung der Grünen vor 40 Jahren und rufen zur Teilnahme an der Europawahl am 26. Mai auf:

„Vor 40 Jahren gründeten sich die Die Grünen im Vorfeld der ersten direkten Wahl eines europäischen Parlaments im Jahr 1979. Schon damals war klar, dass die wachsenden Umweltschäden und Naturzerstörungen vor nationalen Grenzen nicht haltmachen. So überwanden in der bunten und turbulenten Gründungsversammlung ganz unterschiedliche politische Strömungen ihre Differenzen und fanden sich als „sonstige politische Vereinigung“  nach europäischem Recht zu einem grünen Bündnis für Europa zusammen. 

Heute ist ein Bündnis für Europa so nötig wie damals. Europa ist die beste Idee, die Europa je hatte. Wir wollen nicht zurück in den Nationalismus, der Europa in zwei Weltkriege und die völlige Zerstörung geführt hat. Wir wollen Europa  demokratisch, ökologisch und sozial gestalten und kommunal verankern. 

Nehmen Sie am 26. Mai an der Wahl zum Europäischen Parlament teil. Geben Sie Europa Ihre Stimme!“

Die Grüne Erzählung – Konferenz der Heinrich-Böll-Stiftung in Berlin

Aus vielen Bewegungen und Strömungen, wie sie unterschiedlicher nicht sein können, wuchsen vor 40 Jahren die Grünen zu einer Partei zusammen. 1989 kamen Teile der Bürgerrechtsbewegung aus der ehemaligen DDR hinzu, was bis heute im Parteinamen Bündnis90/Die Grünen seinen Ausdruck findet. Ist diese Bündnisfähigkeit der Grünen gerade heute wieder gefragt, wo eine integrierende Kraft gegen Ausgrenzung und Sektierertum wieder gefragt ist? Die Konferenz der Heinrich-Böll-Stiftung ging diesen und anderen Fragen nach, ich war in Berlin dabei.

https://www.boell.de/de/gruene-erzaehlung

5 Jahre nach Fukushima: Grün jetzt – gegen die Große Koalition von Atom-CDU und Kohle-SPD

Vor einigen Wochen fragte mich ein 15- oder 16-jähriger Schüler bei einer Podiumsdiskussion in einem Gymnasium: „Warum müssen erst Katastrophen wie in Fukushima passieren, damit die Menschen auf den richtigen Weg kommen?“

Zu wenige Stimmen stellen in diesem Landtagswahlkampf solche Fragen. Atomausstieg? Ist der nicht beschlossen? Ja, aber das war er schon mal. 1998 brachte Rot-Grün im Bund den Ausstieg auf den Weg. Doch 2010 beschloß die Merkel-Regierung die „Laufzeitverlängerung“. Schon vergessen? 2011 korrigierte dann die Katastrophe von Fukushima diese Fehlentscheidung.

Und heute, 5 Jahre danach? Weiterlesen

Holzbau gegen Wohnungsnot

Modelllösung nicht nur für Flüchtlinge – Fachexkursion des Holzbauclusters der Landesforstverwaltung mit Ministerin Höfken

Einen guten alten Bekannten aus kommunalpolitischen Tagen traf Wolfgang Schlagwein im Hunsrück. Hansjörg Pohlmeyer, langjähriger Forstamtsleiter in der Kreisstadt, hat im Holzbaucluster der rheinland-pfälzischen Landesforstverwaltung schon seit einigen Jahren einen neuen Wirkungskreis gefunden. Dort ist er maßgeblich an der Entwicklung von Wohnmodulen in Holzbauweise beteiligt, die inzwischen weit über Rheinland-Pfalz hinaus bundesweit Beachtung finden. Umwelt- und Forstministerin Ulrike Höfken hatte nun zu einer Fachexkursion zur Bsichtigung der ersten im Bau befindlichen Wohnmodule eingeladen. Weiterlesen

Öko 2016 in Trier – Bauen mit Holz

130 Ausstellungsbetriebe beteiligen sich in diesem Jahr an der Ökomesse der Handwerkskammer Trier. Im vergangenen Jahr waren es 15.000 Besucherinnen und Besucher, die die Bedeutung untermauerten, die ökologischem Bauen inzwischen beigemessen wird.

Die Firma Holzbau-Anton, hier, gemeinsam mit Wolfgang Schlagwein von Eveline Lemke, Jutta Blatzheim-Roegler und dem Geschäftsführer der HWK Tier, Dr. Bittner, besucht, ist in der Umsetzung eines Wohnraumprojektes für Flüchtlinge beteiligt.

Das Holzbaucluster der Landesforsten Rheinland-Pfalz hat Wohnmodule in Holzbauweise entwickelt. Die Module sind preiswert, aber trotzdem solide und vor allem eine schnell zu errichtende Lösung, um Wohnraum zu schaffen. Ein Konjunkturprogramm auch für die heimische Holzwirtschaft und das örtliche Baugewerbe.

Kümmern um Klimaschutz

Globale Aufgabe lokal umsetzen

Im Rathaus der Kreisstadt soll noch in diesem Jahr eine Stelle eingerichtet werden, um die vielfältigen Maßnahmen aus dem Klimaschutzkonzept umzusetzen und zu koordinieren. Wolfgang Schlagwein, Sprecher der Grünen im Stadtrat, sieht damit eine schon länger aufgestellte Forderung seiner Fraktion erfüllt:

„Wir nehmen die Vereinbarungen von Paris zum weltweiten Klimaschutz ernst. Auch globale Aufgaben erfordern immer lokale Initiativen . So liegt ein  Klimaschutzkonzept für unsere Stadt bereits vor. Nun kommt endlich die verantwortliche Person dazu, die sich um die weiteren Schritte kümmert.“

Eine der konkreten Aufgaben sieht Schlagwein im Aufbau eines Energiecontrolling für städtische Liegenschaften.

„Im Landkreis haben wir damit bereits gute Erfahrungen gemacht und erhebliche, nicht nur finanzielle Einsparungen erzielt. Eine CO²-neutrale Energieversorgung der kreiseigenen Gebäude ist schon greifbar. Auch für die Liegenschaften der Kreisstadt sehen wir erhebliche Einsparpotenziale, die wir aber nur durch regelmäßiges Controlling der Energieverbräuche und daraus resultierende Maßnahmen heben können. Eine erste Grundlage wäre der von uns lange geforderte jährliche Energiebericht mit spezifischen Kennzahlen zum Strom- Wärme und Wasserverbrauch städtischer Gebäude. Unter dem Strich wird sich Stelle durch die erzielbaren Einsparungen sogar rechnen, zumal sie für 3 Jahre zu 65% gefördert wird. Klima und Umwelt gewinnen auf jeden Fall.“

AfD will Gesamtschulen auflösen

Wir stehen für die Gesamtschule, nicht nur in Remagen

Zur Ankündigung der AfD, Gesamtschulen schließen und zum klassischen dreigliedrigen Schulsystem zurückkehren zu wollen (Mainzer Allgemeine Zeitung vom 15.2.2015), erklärt Kreistags- und Landtagsmitglied Wolfgang Schlagwein:

„Bündnis 90/ Die Grünen haben sich lange dafür eingesetzt, das vielfältige Schulangebot im Landkreis durch das Angebot einer Gesamtschule zu ergänzen. Mit ihrer Einrichtung in Remagen ist das schließlich auch gelungen. Das war genau der Mosaikstein, der uns in der Bildungslandschaft des Landkreises noch fehlte. Ein Mosaikstein, der mit der Schulentwicklungsplanung abgestimmt und in das Gefüge der benachbarten Schulstandorte genau eingepaßt ist. Inzwischen zeigen die Schülerzahlen, dass wir mit diesem Angebot längeren gemeinsamen Lernens auch richtig liegen. Die Eltern nehmen die Gesamtschule auch in Remagen an. Wenn die AfD diese Schule nun schließen will, zeigt sie damit, was sie vom Willen der Eltern hält: nämlich nichts. Sogar die Realschulen+ im Landkreis will diese AfD offenbar rückabwickeln. Die Truppe beginnt noch rechtzeitig, sich selbst zu entzaubern.“

Die Antwort auf marode Straßen: Erhalt vor Neubau

In der heutigen Rhein-Zeitung wird die Notwendigkeit dargestellt, die Infrastruktur zu sanieren. Dazu äußert sich die verkehrspolitische Sprecherin der GRÜNEN Landtagsfraktion, Jutta Blatzheim-Roegler:

 „Es gibt nur eine Antwort auf marode Straßen: Erhalt vor Neubau. In Zeiten der Schuldenbremse kann man nicht marode Straßen beklagen und gleichzeitig immer neue Großbauprojekte fordern. Deshalb ist unser Ansatz nachhaltig in vielfacher Hinsicht: auf die Substanz der Infrastruktur bezogen, auf die Natur bezogen und auf die Finanzlage bezogen. Wir sehen die Notwendigkeit zu sanieren und wir nehmen dafür Geld in die Hand. Aber dann gehört es auch zur Wahrheit, dass wir keine endlosen Mittel für immer mehr Neubauten haben.“

Grüne fordern das Aus für die grenznahen belgischen Pannenmeiler Doel und Tihange

Im heutigen Wirtschaftsausschuss berichtete die Landesregierung auf Anfrage der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN über die akute Bedrohung, die durch die beiden grenznahen belgischen Atomkraftwerke in Tihange und Doel ausgehen. Dazu sagt Wolfgang Schlagwein, Mitglied des Wirtschaftsausschusses für BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Landtag Rheinland-Pfalz:

Energiewende-Demo Schwarz-Gelb, nein danke!
Energiewende-Demo – Wolfgang Schlagwein und Ute Reuland für eine sichere (atomfreie) Zukunft

„Die grenznahen belgischen Pannenmeiler Doel und Tihange sind eine akute Bedrohung für die Sicherheit der Menschen in der ganzen Region und damit auch für Rheinland-Pfalz. Das Atomkraftwerk Tihange ist gerade einmal 100 Kilometer von Prüm entfernt. Koblenz liegt noch im 200 Kilometer Radius. Auch Trier wäre durch einen Reaktorunfall direkt betroffen. Die Reaktorbehälter sind übersät mit tausenden Haarrissen. Erst vor kurzem mussten Reaktorblock 2 in Tihange und 3 in Doel nach Pannen vom Netz genommen werden. Nachdem die Pannen behoben und diese wieder hochgefahren wurden, traten erneut Zwischenfälle auf. Wirklich Sicherheit bietet hier nur Abschalten. Braucht es wirklich noch ein Tschernobyl, noch ein Fukushima? Wir GRÜNE fordern das Aus für die grenznahen belgischen Pannenmeiler Doel und Tihange ebenso wie für das grenznahe französische AKW Cattenom. Die Bundesregierung muss ihren Einfluss geltend machen, damit wir nicht weiterhin der atomaren Gefahr in den Nachbarländern ausgesetzt sind.“

Termine

    Keine Veranstaltungen
Hergestellt bei {Level49} von Robert Kolle.