Dieselt die Ahrtalbahn über das Jahr 2033 hinaus durchs Tal?

Die Ahrtalbahn soll bis 2033 elektrifiziert werden. Eine Formulierung in der kürzlich veröffentlichten Niederschrift der Verbandsversammlung des Schienenpersonen-Zweckverbandes gibt Kreistagsmitglied Wolfgang Schlagwein aber zu denken. In der Niederschrift ist zu lesen, die Elektrifizierung Eifelstrecke (Köln-Trier) liege in der „landesinternen Prioritätensetzung ganz vorne“. Und dann kommt es: da diese Strecke „sehr teuer“ werde, könne dies auch bedeuten, „dass man nach Ablauf des derzeitigen Verkehrsvertrages (Vareo) in 2033 eine Übergangsphase überbrücken müsse, beispielsweise in Form eines Interimsvertrages.“

Diese Formulierung macht Schlagwein stutzig: „Die Vareo bedient die Ahrtalbahn, und zwar bis 2033. Übersetzt hieße das nichts anderes, als dass die Ahrtalbahn auch nach 2033 auf unbestimmte Zeit noch durchs Ahrtal dieselt!“

Eine entsprechende Anfrage hat der Grüne deshalb an Landrat Dr. Pföhler gerichtet. Außerdem fragt Schlagwein nach den in der Niederschrift erwähnten ersten Ergebnissen eines beauftragten Gutachtens, auf dessen Grundlagen die Bewertung der einzelnen Strecken erfolgen soll.

„Die jüngsten Verlautbarungen zu allerlei Probezügen auf der Ahrtalbahn erwecken den Eindruck, es gehe mit Riesenschritten auf den Abschied vom Dieselbetrieb zu. In der Verbandsversammlung des Zweckverbandes wird offenbar ganz anders diskutiert“, fürchtet Schlagwein

Landrat Dr. Pföhler, der den Kreis Ahrweiler in der Verbandsversammlung des Zweckverbandes vertritt und neuerdings auch dessen Vorsteher ist, hat die Anfrage umgehend an Verbandsdirektor Müller weitergeleitet.

Am Anfang der Grünen stand Europa

Christoph Scheuer, Sprecher des Ahrweiler Kreisverbandes von Bündnis 90/Die Grünen und Wolfgang Schlagwein, Sprecher der Grünen im Kreistag Ahrweiler, erinnern an die Gründung der Grünen vor 40 Jahren und rufen zur Teilnahme an der Europawahl am 26. Mai auf:

„Vor 40 Jahren gründeten sich die Die Grünen im Vorfeld der ersten direkten Wahl eines europäischen Parlaments im Jahr 1979. Schon damals war klar, dass die wachsenden Umweltschäden und Naturzerstörungen vor nationalen Grenzen nicht haltmachen. So überwanden in der bunten und turbulenten Gründungsversammlung ganz unterschiedliche politische Strömungen ihre Differenzen und fanden sich als „sonstige politische Vereinigung“  nach europäischem Recht zu einem grünen Bündnis für Europa zusammen. 

Heute ist ein Bündnis für Europa so nötig wie damals. Europa ist die beste Idee, die Europa je hatte. Wir wollen nicht zurück in den Nationalismus, der Europa in zwei Weltkriege und die völlige Zerstörung geführt hat. Wir wollen Europa  demokratisch, ökologisch und sozial gestalten und kommunal verankern. 

Nehmen Sie am 26. Mai an der Wahl zum Europäischen Parlament teil. Geben Sie Europa Ihre Stimme!“

Verkehrswende? Weniger Stellplätze in Bad Neuenahr-Ahrweiler?

Läßt diese Meldung aus dem Rathaus hoffen?

„Parplätze am Mehrgenerationenhaus (Weststraße) und Niedertor wegen Markierungsarbeiten gesperrt … Wegen Neumarkierung der Parkplätze am Mehrgenerationenhaus (Weststraße) in Bad Neuenahr sowie am Niedertor in Ahrweiler ist es notwendig, diese für den Verkehr voll zu sperren.“

Leider Nein.  Ein Teil der Meldung feht noch: „Zukünftig größere Stellplätze“

Damit auch die Schwächsten dieser Gesellschaft noch ein Parkplätzchen finden…

Zum Beitrag der Stadt Bad-Neuenahr auf Facebook

Neue Buswartehalle am Mehrgenerationenhaus

Das neue Bus-Verkehrskonzept für den Kreis Ahrweiler bietet seit Ende der Sommerferien erstmals auch für das Mehrgenerationenhaus in Bad Neuenahr eine direkten Busverbindung direkt vor der Haustür. Damit gleich von Anfang auch ein Wetterschutz für die wartenden Fahrgäste vorhanden ist, hatten Bündnis90/Die Grünen in den Haushaltsberatungen für 2018 eine Buswartehalle erfolgreich beantragt, die im Entwurf des städtischen Haushalts zunächst nicht vorgesehen waren. Nachdem Fraktionssprecher Wolfgang Schlagwein im September noch einmal nach dem Stand der Dinge gefragt hatte, ist das Wartehäuschen nun im Oktober errichtet worden.

Ein Garten für Alle

Urban Guardening, Gemeinschaftsgärten, Multikulturelle Gärten, Jardins Parptagees – die Bezeichnungen sind verschieden, doch alle haben einen gemeinsamen Kern: Überall, gerade in den Städten und Ballungsräumen, erobern sich kleinere und größere Initiativen brachliegende Flächen und bauen ihre eigenen Lebensmittel an. Oft werden sie dabei, wie hier in Paris, von den Kommunen offiziell unterstützt. „La Prairie Du Canal“ ist so eine Initiative. Leider kam unser Besuch in Paris eine Woche zu spät, eine Woche zuvor war „Fin de Saison“. Zufällig waren aber noch einige junge Leute vor Ort und haben uns ein paar Aufnahmen auf dem Gelände ermöglicht. Die Erfahrung, dass man ein Stück Land auch anders als mit Zierrasen und Thuja gestalten und lebendige Vielfalt in die Stadt bringen kann, wäre auch ein Projekt im Rahmen der Landesgartenschau 2022 in Bad Neuenahr-Ahrweiler wert.

http://www.canalprairie.fr/

und noch mehr Jardins Partagees in Paris

 

#AuToTal – Keine Wahl? Verkehrspolitik in der Sackgasse

Ein über 20 Meter langes Banner #AuToTal – Keine Wahl? entrollten B‘90/Die Grünen  um 11 Uhr 55  („Fünf vor Zwölf“) auf der Landskrone anlässlich der Verkehrsfreigabe der B266 neu.

Ortsverein und Stadtratsfraktion  veröffentlichen dazu gemeinsam folgende Presseerklärung:

So geht es nicht weiter. Die bundesweit immer offenbarer werdenden, gesundheits-, umwelt- und klimaschädlichen Auswirkungen des Verkehrs machen auch vor Bad Neuenahr-Ahrweiler nicht Halt. Wenn der  Deutsche  Wetterdienst selbst im Heilbad „deutlich überhöhte Stickoxid-Werte“ amtlich belegt, zeigt dies: die Verkehrspolitik auch in der Kreisstadt ist in eine Sackgasse geraten, aus der die vierspurige B266 nicht herausführt.

Aufziehen des Banners – ein schönes Stück Arbeit

Zu den Belastungen durch Abgase und Lärm gesellt sich der ungebremste Flächen verbrauch für Straßen und Stellplätze. Flächen, die wir eigentlich dringend für Wohnraum brauchen. Oder für den notwendigen Hochwasserschutz, für den aber „im Tal nur noch wenig Platz ist“, wie es jüngst ein Ingenieur im Rahmen der Bürgerbeteiligung zum Hochwasserschutzkonzept treffend formulierte. Doch weiterhin kommen in Bad Neuenahr-Ahrweiler statistisch auf jeden Neubürger auch 2 neue PKW-Zulassungen.

Noch weniger als die Energieriesen RWE & Co haben die deutschen Autokonzerne die Zeichen der Zeit erkannt. Angesichts des bundesweiten Abgasskandals, von Fahrverbote und um Längen verfehlter Klimaschutzziele der Bundesregierung fordern Bündnis 90/ Die Grünen  ein radikales Umdenken auch in der Verkehrspolitik vor Ort hin zu alternativen Mobilitätangeboten. Die Warnungen des Weltklimabeirates Anfang der Woche dürfen am Ende der Woche nicht im Knallen der Sektkorken zur Eröffnung der B266 ungehört untergehen. Eine dritte „Nordumgehung“ im Ahrtal wird es nicht mehr geben.

Die Modernisierung der Ahrtalbahn, mit barrierefreien Haltepunkten über die Reaktivierung von stillgelegten Gleisen bis hin zur Elektrifizierung muss absolute Priorität bekommen. Das neue Busverkehrskonzept ist ein Anfang und verdient Unterstützung, allen Anlaufschwierigkeiten zum Trotz. Car-Sharing ist andernorts längst eine bewährte Alternative. Der Fahrradverkehr darf nicht, wie jüngst wieder im Zuge der neuen (Auto)-„Stadteinfahrt Ost“ von einer Ratsmehrheit entschieden, an den Rand gedrängt werden.

Neues Busangebot im Kreis Ahrweiler

Zur Neuordnung der öffentlichen Busverkehre am 1. Juli erklärt Wolfgang Schlagwein, Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen im Kreistag Ahrweiler:

Die anstehende Neuordnung der öffentlichen Busverkehre zum 1. Juli ist lange überfällig. Wir fordern seit Jahren eine proaktive Planung durch den Landkreis als Aufgabenträger. So stellte im Dezember 2008 auf unseren Antrag hin der Kreistag in den Haushaltsberatungen 60.000 € für eine Nahverkehrsplan bereit.

Der Antrag wurde allerdings über Jahre nicht umgesetzt.

Erst das ÖPNV-Konzept des Landes … und wegbrechende Einnahmen … brachten die notwendige Bewegung.

Zu sehr scheute der Kreis Vorgaben wenigstens für eine Grundversorgung gerade im ländlichen Raum und letztlich damit verbundene öffentliche Ausschreibungen.

Erst das ÖPNV-Konzept des Landes für das nördliche Rhein-Land-Pfalz und vor allem die rückläufigen Schülerzahlen und damit wegbrechenden Einnahmen der Busunternehmen brachten die notwendige Bewegung. Weiterlesen

5 Jahre nach Fukushima: Grün jetzt – gegen die Große Koalition von Atom-CDU und Kohle-SPD

Vor einigen Wochen fragte mich ein 15- oder 16-jähriger Schüler bei einer Podiumsdiskussion in einem Gymnasium: „Warum müssen erst Katastrophen wie in Fukushima passieren, damit die Menschen auf den richtigen Weg kommen?“

Zu wenige Stimmen stellen in diesem Landtagswahlkampf solche Fragen. Atomausstieg? Ist der nicht beschlossen? Ja, aber das war er schon mal. 1998 brachte Rot-Grün im Bund den Ausstieg auf den Weg. Doch 2010 beschloß die Merkel-Regierung die „Laufzeitverlängerung“. Schon vergessen? 2011 korrigierte dann die Katastrophe von Fukushima diese Fehlentscheidung.

Und heute, 5 Jahre danach? Weiterlesen

Infrastruktur für die Energiewende: Smarte Netze und virtuelle Kraftwerke

Fachtagung der Transferstelle Bingen in Zusammenarbeit mit dem rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministerium in Ludwigshafen

Kein Grund zur Sorge: selbst wenn die Sonne nicht scheint und der Wind nicht weht, steht Energie zur Verfügung. Regelenergie und Ausgleichsmechanismen überbrücken die Lücken. Speicher, intelligente Netze und virtuelle Kraftwerke machen es möglich. Neue Akteure jenseits der klassischen Energieversorgungsunternehmen bieten in neuen Energiemärkten entsprechende Energiedienstleistungen an. Auch das war Gegenstand der Fachtagung: welchen Beitrag können Industrieunternehmen und Gewerbebetriebe dazu leisten.

Weiterlesen

Termine

    Keine Veranstaltungen
Hergestellt bei {Level49} von Robert Kolle.