• Bewerbung um den Landesvorstand

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Liebe Freundinnen und Freunde,

nach dem kurzen Ausflug in die Landespolitik als Nachrücker für Uli Steinbach im rheinland-pfälzischen Landtag mache ich inzwischen wieder das, was ich seit Mitte der 80er Jahre vor allem mache: Kommunalpolitik. Viele Jahre als Sprecher unseres Kreisverbandes, und seit 1989 ununterbrochen als Sprecher einer sechsköpfigen Kreistags- und vierköpfigen Stadtratsfraktion gestalte ich Politik wieder von unten – und es fehlt mir da nicht an Aufgaben. Aber es wäre auch schade, wenn die gerade aus meiner Landtagsarbeit neu gewonnenen landespolitischen Erfahrungen, Kontakte und neuen Blickwinkel nun langsam wieder verloren gehen. Daher, kurz gesagt, mein Entschluss, für einen Platz im erweiterten Landesvorstand zu kandidieren.

Beruflich bin ich zurzeit in einem Forschungsprojekt zur Energiewende in meinem Heimatlandkreis beschäftigt (www.enahrgie.de). Wir erarbeiten hier in der Europäischen Akademie in Ahrweiler Datengrundlagen und, darauf aufbauend, Energieszenarien, ein Energiekonzept, lokale Fallstudien und regionale Netzwerke. Wir, das sind zunächst wissenschaftliche Institute aus dem ganzen Bundesgebiet: Fraunhofer Umsicht aus Oberhausen, das ie³ und die Fakultät für Raumplanungs- und Umweltrecht, beide TU Dortmund, das Forschungszentrum Umweltpolitik der FU Berlin, das Deutsche Institut für Urbanistik, Ifas Birkenfeld und die Fachleute für Bürgerbeteiligung der gemeinnützigen Dialogik m.b.H. aus Stuttgart. Das sind weiter vor allem die „Praxispartner“ aus dem Landkreis selbst, ein breites gesellschaftliches Spektrum lokaler Akteure (HWK, IHK, Regionalbanken, Umweltverbände, Bauernverband, Waldbauverein, Kommunen, Energiegenossenschaft, Solar- und Eifelverein, Tourismusorganisationen und Kreisjägerschaft).

Die kurze Auflistung mag einen Eindruck geben, wie weit „Energiewende“ über rein technische Innovation hinausgeht und nicht nur viel Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern, sondern am Ende auch eine sehr weitgehende gesellschaftliche Transformation bedeutet. Von einst von großen Energiekonzernen fürsorglich Belagerten, Rundum-Energieversorgten nun selbst zum Energieversorger und zur Energieversorgerin werden, mehr Autonomie wagen und lokalen mit globalem Klimaschutz verbinden: die nächsten Jahre werden sehr entscheidend, ob, wie und in wessen Händen die Energiewende weiter voranschreitet und ob Klimaschutz noch rechtzeitig gelingt. Meinen Beitrag auch auf der Landesebene will ich dazu leisten.

Euer Wolfgang

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